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Bachelor- und Master-Studium international I Studiengänge I Auslandssemester I Auslandspraktikum I Stufungsmodelle I Regelstudienzeit I Einstiegsgehalt I Informationen

So flexibel wie die Generation Bachelor konnte bisher noch keine Studentengeneration studieren. Das Bachelor-Master-Studium ist kürzer und praxisbezogener - die Studenten sollen optimal auf das Berufsleben vorbereitet werden. Deshalb ist es straffer organisiert als das bisherige Studium zum Diplom, denn schon nach drei Jahren mußt du dich entscheiden, ob du danach in einen Beruf einsteigst oder noch einen zweiten Abschluss - den Master - drauflegst. Außerdem soll die Anerkennung von Studienleistungen - und damit ein Wechsel an ausländische Hochschulen - vereinfacht werden.

Ca. 4.000 Bachelor-Studiengänge bieten deutsche Hochschulen aktuell an. Auf dem Vormarsch sind die so genannten dualen Studiengänge, bei denen du ein Studium mit einer Ausbildung im Betrieb verbindest: 650 solcher Kombi-Pakete gibt es bereits. Was lange eine Domäne der Berufsakademien war, wird zunehmend von Fachhochschulen und auch Universitäten angeboten. Oftmals fehlt beim Bachelor ein Schwerpunkt - doch beim Master kannst du dich dann spezialisieren, weil dir bis dahin auch klar geworden ist, wo deine Stärken und Interessen liegen. Das ist ein wesentlicher Vorteil dieser gestuften Abschlüsse.

Welcher Bachelor-Studiengang passt zu dir? Wie findest du heraus, ob der Studiengang auch wirklich Qualität besitzt? Neben Uni-Rankings, Info-Materialien einzelner Fachbereiche, Studienberatungen oder Schnuppertagen der Hochschulen - die du unbedingt nutzen solltest, gibt es für angehende Bachelors eine Orientierungshilfe: Die Akkreditierung - der sogenannte TÜV für Studiengänge. Hier kannst du alle geprüften Studiengänge mit einen ausführlichen Bericht abrufen. Findest du deinen Wunschstudiengang hier nicht, solltest du an der Uni nachhaken, ob er dort zur Begutachtung eingereicht wurde.

Auslandssemester I Auslandspraktikum

Auch wenn ein Studienaufenthalt im Ausland nicht fester Bestandteil ist, gibt es in vielen Bachelor-Studiengängen so genannte Mobilitätsfenster, also Zeiten, in denen ein Auslandsstudium besonders zu empfehlen ist und in denen du keine aufeinander aufbauende Pflichtmodule verpasst. Erkundige dich rechtzeitig! Mit der Planung solltest du ein Jahr im Voraus beginnen.

Du kannst auch eine Hochschule wählen, die ein Auslandssemester an einer Partner-Uni aufgenommen hat. Oder du wählst einen binationalen Studiengang, bei dem du die Hälfte an einer deutschen, die andere Hälfte an einer ausländischen Hochschule verbringst. Das ist arbeitsintensiv, belohnt dich aber mit einem Doppelabschluss.

Studierst du an einer Hochschule, die keinen Auslandsaufenthalt in ihrer Studienordnung stehen hat, solltest du früh mit der Planung beginnen. Für die Vorbereitung brauchst du ca. 12-18 Monate. Eventuell gehts auch schneller - das liegt aber an dir. Der richtige Zeitpunkt für den Gang in die Fremde ist das zweite Studienjahr. Im ersten Jahr mußt du dich erstmal zurechtfinden, im dritten steht bereits die Abschlussarbeit an. Oder du nutzt die Zeit nach dem Bachelor-Abschluss. Der Nachteil: Du besitzt erst einmal keinen Studentenstatus mehr und damit sind für dich eine ganze Palette attraktiver Programme und Geldquellen nicht mehr nutzbar.

Der beste Weg, trotzdem noch ins Ausland zu gehen, ist ein Auslandspraktikum. Einige Hochschulen haben sogar spezielle Förderprogramme für ihre "Ehemaligen". Damit das Praktikum für dich zum Erfolg wird, sollte es mindestens drei Monate dauern - besser sind natürlich sechs Monate, weil die Firma dann auch was mit dir anfangen kann. Schließlich möchtest du doch ein Empfehlungsschreiben mit nach Hause bringen!

Gap Year - Für die Zeit nach dem Bachelor

Eine ideale Kombination: Praktikum + Langzeit-Sprachkurs im Ausland! Du willst eine längere Auszeit vom normalen Alltag? Du möchtst deine Sprachkenntnisse perfektionieren oder im Rahmen eines Praktikums international Berufserfahrung im Ausland sammeln? In Großbritannien und in den USA sind Gap Years sehr beliebt - etwa nach dem Bachelor-Abschluss, um noch mal etwas anderes zu machen, bis das Master-Studium oder der neue Job beginnt. Du solltest diese Zeit gezielt nutzen, um dich weiterzubilden - nicht um zu faulenzen. Schon zu Studienzeiten kannst du dich um verschiedene Praktika in einheimischen Unternehmen kümmern, damit du nachher siehst, welche Branche am Besten zu dir passt.

Du kannst vor dem Master-Studium auch für einige Monate über verschiedene Kontinente reisen - als Auslandspraktikant oder Mitarbeiter bei sozialen Projekten in Entwicklungsländern. Die Dauer deines Auslandsaufenthalts kannst du variieren - ein Gap Year muss nicht immer zwölf Monate dauern. Veranstalter haben unterschiedliche Programme entwickelt: Work and Travel und Freiwilligendienste sind sogenannte kombinierte Reise- und Arbeitsaufenthalte. Damit das Jahr aber auch erfolgreich wird, ist eine gute Planung erforderlich, die im optimalen Fall schon mit dem Antritt zum Bachelor-Studiums beginnt.

Bachelor- und Master-Abschlüsse


Mit dem erfolgreichen Abschluss des Bachelor-Studiums hast du einen ersten berufsqualifizierenden Abschluss erworben. Der Master-Abschluss stellt einen weiteren berufsqualifizierenden Abschluss dar. Das bedeutet: Wenn du nach 6 oder 7 Semestern deinen Bachelor-Abschluss in der Tasche hast, besitzt du bereits einen Hochschul-Abschluss, mit dem du ins Berufsleben einsteigen kannst. Wenn du deine Kenntnisse weiter vertiefen möchtest, kannst du anschließend an einer deutschen oder ausländischen Hochschule ein Master-Studium, auch in einem anderen Fach, anhängen. Auf diese Weise kannst du bei einem überschaubaren Zeitraum von 3-4 Jahren die eigene Hochschulausbildung flexibler als bisher planen. Möchtest du dich z.B. später umorientieren, wird die Rückkehr an die Hochschule für ein Master-Studium nach einer Berufstätigkeit erleichtert.

Ein wesentlicher Unterschied zu den Bachelor-Abschlüssen, die du an einer amerikanischen Hochschulen erwerben kannst, besteht darin, dass in den USA der Bachelor nicht immer automatisch berufsberechtigend ist. Du mußt zusätzliche Lizensierungsverfahren bei Behörden oder berufsständischen Organisationen durchlaufen, bevor du mit deinem Job beginnen kannst.

Der Mastergrad entspricht gegenüber den herkömmlichen Hochschulabschlüssen einem Diplom- oder Magisterabschluss an einer Universität oder gleichgestellten Hochschule.
Das Diplom (FH) entspricht im internationalen Vergleich dem vierjährigen Bachelor honours. Diese Präzisierung ist insofern nötig, als die Bachelor-Abschlüsse ausländischer Bildungssysteme bei weitem nicht so eindeutig definiert sind, wie es der international verbreitete Gebrauch des Begriffs vielleicht vermuten lässt. Der "einfache" Bachelor, z.B. nach dreijährigem College-Studium in den USA erworben, wird meistens nicht als ein dem deutschen Fachhochschuldiplom gleichwertiger Studienabschluss eingestuft, oftmals noch nicht mal als Diplom-Vorprüfung oder Zwischenprüfung. Erst durch die Vertiefung in einem vierten Studienjahr und Zusatzkursen, wie dies an britischen Hochschulen möglich ist, wird eine vertiefte Fachkenntnis nachgewiesen und der Zusatz Honours erlangt.

Stufungsmodelle

Bachelor- und Master-Studiengänge können in drei unterschiedlichen Stufungsmodellen angeboten werden:

Regelstudienzeit

Die Regelstudienzeit für das Bachelor-Studium beträgt mindestens drei und höchstens vier Jahre, die für das Master-Studium mindestes ein und höchstens zwei Jahre. Werden beide Abschlüsse in einem gestuften (konsekutiven) Studiengangsmodell erworben, dann beträgt die Gesamtregelstudienzeit höchstens fünf Jahre.

Grundsätzlich sind Masterexamen gleich viel wert wie ein Diplom oder Magister. Du mußt selbst wissen, ob sich ein Master für dich lohnt. Beantworte für deine Entscheidung ehrlich folgende Fragen: 1. Ist das Aufbaustudium inhaltlich eine sinnvolle Ergänzung? 2. Hast du damit eine bessere berufliche Perspektive? 3. Sind die Vorteile, die sich aus dem Masterstudiengang ergeben, höher zu bewerten, als der zeitliche und finanzielle Aufwand?

Weitere Informationen zu: Informationen zur Ausbildung / Gestufte Studiengänge / Abschlussbezeichnungen / Modularisierung und Leistungspunkte / Akkreditierung findest du unter Studien- und Berufswahl.

Einstiegsgehalt bei Bachelor und Master


Das Gehaltsniveau der Studienabsolventen in Deutschland bleibt auch nach der Umstellung auf internationale Abschlüsse konstant. Durchschnittlich verdient ein Bachelor-Absolvent 39.000€ p.a., das Gehalt eines Masters liegt ca. 3.000€ höher. Damit wird der Master einer aktuellen Studie zufolge wie ein Universitätsabschluss und der Bachelor wie ein Fachhochschulabschluss vergütet. Insgesamt haben die Vergütungsunterschiede zwischen Universitäts- und Fachhochschulabsolventen in den vergangenen Jahren abgenommen: Das Einstiegsgehalt eines Ingenieurs mit Fachhochschulabschluss beträgt heute durchschnittlich 41.000€ p.a., der Universitätsabschluss wird mit ca. 2.000€ mehr honoriert. 2004 betrug der Unterschied noch 3.000€. Neben dem akademischen Grad sind vor allem die Zusatzqualifikationen für die Höhe des Einstiegsgehalts entscheidend: Praktika, Auslandserfahrungen und zum Berufswunsch passende Studienschwerpunkte sind Faktoren für ein überdurchschnittlich hohes Entgelt eines Absolventen.

BUCH-TIPP: Bachelor-Basics & Master-Plan: Wie die neuen Studiengänge funktionieren und was sie bringen von A.Himmelrath und B.Mersch. Im Ratgeber bekommst du viele weitere hilfreiche Tipps und ausführliche Informationen über die neue Ausbildung und das neue Studiensystem.

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