Auslandserfahrungen I Praxiserfahrungen I Sprachkenntnisse I Praktika I Studiendauer I Soziale und Interkulturelle Kompetenzen I Soft Kills I Work-Life-Balance I Tipps für Studenten und Absolventen
Die Gestaltung deines Studiums
Success is not the key to happiness. Happiness is the key to success. If you love what you are doing, you will be successful.
Nutze deine Studienzeit, um soviel wie möglich Praxis- und Auslandserfahrung zu sammeln. Nach wie vor ist die Dauer des Studiums ein Gradmesser für die Zielstrebigkeit. Gönne dir aber ruhig ein zusätzliches Jahr, um dich der Auslandserfahrung auszusetzen. Das kommt beim Arbeitgeber besser an, als schneller fertig zu sein - ohne dabei die Luft der Fremde geschnuppert zu haben. Mit Auslandserfahrung und den entsprechenden Sprachkenntnissen bist du für den Arbeitsmarkt eine interessante Person. Allerdings warnen Experten auch davor, nur um der Karriere Willen im Ausland zu studieren. Wer nur nach Asien geht, weil das gerade im Trend liegt, aber keine Begeisterung für Sprache und Kultur hege, werde davon nicht viel haben.
Wer heute kein Auslandsstudium vorweisen kann, muss in der Bewerbung anders glänzen. Ausgleichen kannst du diesen Mangel eigentlich nur durch ein besonders schnelles Studium oder hervorragende Praktika.
Um Einblicke in den Berufsalltag zu bekommen und bereits erste Kontakte zu knüpfen, ist es ratsam, frühzeitig Praxiserfahrung durch entsprechende Praktika zu sammeln. Neben der fachlichen Ausbildung solltest du deine Fremdsprachenkenntnisse vertiefen, da die heutigen Absolventen immer internationaler eingesetzt werden. Ein Auslandspraktikum bei einem renommierten Unternehmen bringt dir später sehr viel. Vorteilhaft für dich ist auch, als Student die eigene Karriere aktiv in die Hand zu nehmen, dabei möglichst in Studentenorganisationen mitzuwirken, um die eigenen Sozialkompetenzen, wie Teamerfahrung und Konfliktmanagment zu förden. Außerdem solltest du komplexe Probleme bewältigen und selbstverantwortlich handeln können.
Wenn du dich außerhalb von Schule oder Studium bereits erfolgreich engagiert hast, z.B. mit ehrenamtlicher Arbeit, beweist du damit wichtige soziale Kompetenzen. Zum Missbrauch für Karrierezwecke eignet sich ein Ehrenamt nicht. Aber wer sich aus Überzeugung engagiert, hat gute Chancen, auch selbst davon zu profitieren.
Du willst dich engagieren? Hier findest du Ansprechpartner, die dir sagen können, wie und wo du aktiv werden kannst: ** Diakonie ** Caritas ** Ehrenamt ** Ehrenamtlich ** Bildungsjahr ** Pro-FSI ** Jugend hilft! **
BUCH-TIPP:
Sozialkompetenzen gezielt fördern. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für Führungskräfte von Judith C. Wirth zeigt, dass die oft als schwer fassbar geltenden Themen Kommunikation, Team- und Konfliktfähigkeit sehr wohl praktisch angegangen werden können. Mit ihrer am Arbeitsalltag orientierten Schritt-für- Schritt-Anleitung können Vorgesetzte ihre Mitarbeiter in den als Sozialkompetenzen bezeichneten Themen konkret fördern - zum Nutzen aller Beteiligten. Denn eins hat sich heute bereits herumgesprochen: Fachkenntnisse kommen erst auf der Basis gut ausgebildeter Sozialkompetenzen richtig zum Zug. Die Autorin behandelt auch heikle Aspekte, wie Emotionen am Arbeitsplatz, die Angst der Vorgesetzten vor ihren Mitarbeitern, die Messbarkeit von Sozialkompetenzen in Zielvereinbarung und Leistungsbeurteilung u.v.m. - immer verbunden mit praktischen Anleitungen.
Ein Blick in Stellenanzeigen von Jobbörsen und Tageszeitungen zeigt dir auch: Ohne Soft Kills geht gar nichts. Verschiedene Umfragen in den letzten Jahren ergaben, dass Fachidioten auf dem Arbeitsmarkt nur noch geringe Chancen haben. Soft Kills sind für deinen Berufseinstieg genauso wichtig wie Fachwissen. Teamfähigkeit, Sprachkompetenz, Kundenorientierung, überzeugendes Auftreten, kommunikative Fähigkeiten, Eigenmotivation, Einfühlungsvermögen sind nur einige weiche Faktoren. Jüngste Aufsteiger unter den Soft Kills sind Interkulturelle Kompetenz und Vernetztes Denken. Die zunehmende Globaliserung verlangt Absolventen/Mitarbeiter, die nicht nur Fremdsprachen beherrschen, sondern die nötige Sensibilität für andere Denkweisen mitbringen. Mit Vernetztes Denken ist gemeint, dass du nicht nur im einfachen Ursache-Wirkung-Modus denkst, sondern auch komplexe Zusammenhänge überblickst.
BUCH-TIPP: Handbuch Interkulturelle Kommunikation und Kooperation Band 1 und 2 von Alexander Thomas, Eva-Ulrike Kinast und Sylvia Schroll-Machl. Die Fähigkeit zur interkulturellen Kommunikation und Kooperation mit Menschen aus unterschiedlichen Nationen wird immer bedeutsamer. Interkulturelle Handlungskompetenz ist bereits eine von vielen Arbeitgebern geforderte Schlüsselqualifikation.
Und nicht vergessen! Mache dich während des Studiums mit dem Thema Work-Life-Balance vertraut, lerne wie du Stress abbauen kannst oder nach Möglichkeit ganz vermeidest. Immer mehr Studenten leiden unter dem für Manager typischen Burn-Out-Syndrom. Laut der jüngsten Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerkes hat jeder siebte Student Beratungsbedarf zu Depressionen, Angstattacken, Versagenängsten, Schlafstörungen oder Magenkrämpfen. Ebenfalls jeder siebte will sich zu Prüfungsängsten beraten lassen. Sei dir bewußt, dass dein späteres Jobleben teilweise mit einer Achterbahnfahrt vergleichbar ist!
BUCH-TIPP:
30 Minuten für deine Work-Life-Balance
von Prof. Lothar J.Seiwert - gilt als der führende Zeitmanagement - Experte. Fühlst du dich manchmal wie der Hamster im Laufrad? Immer noch eine neue Aufgabe mehr und eine neue Verpflichtung? Meinst du, dein Leben dann in den Griff zu bekommen, wenn du all diese Dinge besser koordinieren und effizienter erledigen würdest? Dieser Ratgeber gibt dir eine andere Antwort. Du lernst das Modell der Zeit- und Lebens-Balance kennen. Es zeigt dir den Weg, statt immer noch mehr, endlich die Dinge zu tun, die dich tatsächlich weiter bringen. Der Start zu einem ausgeglichenen und zufriedenen Leben - nicht nur während der Studiendauer. Lese: - Wie du dich zum wichtigsten Menschen in deinem Leben machst! - Wie du die Richtung deines Lebensweges selbst bestimmst! - Wie du dich auf deine Hauptrollen im Leben konzentrieren lernst! - Wie du dem Dringlichkeitswahn unserer Zeit entkommst! ...und du damit den entscheidenden Schritt vom reinen Zeitmanagement zu Life-Leadership machst.
Nach einer aktuellen Personalstudie (2007) von Kienbaum finden 70% der Personalverantwortlichen in Deutschland, dass sich die - bereits im Vorjahr bemängelte Bewerberqualität nicht verbessert hat. 21% sind sogar der Meinung, die Qualität habe sich weiter verschlechtert. Den Jobanwärtern von heute fehle es an sozialer Kompetenz (45%) und Persönlichkeit (42%). Fachliche Defizite, wie eine unzureichende Ausbildung oder fehlende Berufserfahrung, bemängeln 21% bzw. 34% der Personaler.
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